chronik des lft 
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   Schon in den 20er Jahren gab es unter Berliner Lesben die Tradition, einen gemeinsamen Pfingstspaziergang zu unternehmen.
Dem setzte die Machtübernahme der Nationalsozialisten ein Ende. Erst 1969 trafen sich Lesben wieder zu Pfingsten. Zwei Jahre später entstand das erste Lesbenpfingsttreffen. Bis 1978 fanden alle Treffen in Berlin statt, danach begann die ‚Wanderschaft' des Lesbenfrühlings durch die Bundesrepublik.
Die Umbenennung des Lesbenpfingsttreffens in Lesbenfrühling erfolgte 1992 in Bremen. Eine der Bremer Organisatorinnen erklärte dazu:
‚Mit der Bezeichnung Pfingsttreffen würden alle ausgegrenzt, die eine andere Religion haben. Außerdem steht lesbisches Leben nicht gerade in christlicher Tradition.'

1972 Berlin
Beim Pfingsttreffen der Homosexuellen Aktion Westberlin (HAW) treffen sich etwa 20 Lesben.

1973 Berlin
Dieses Jahr ist es schon ein gemeinsames Pfingsttreffen von Schwulen und Lesben. Es kamen etwa 50 Lesben.

1974 Berlin
Das erste Lesbenpfingsttreffen! Der Einladung der Frauengruppe der Homosexuellen Aktion Westberlin folgten 200 Lesben.

1975 Berlin
Inzwischen hat sich die HAW- Frauengruppe umbenannt in Lesbisches Aktionszentrum (LAZ).
Dieses Jahr kommen 300 Lesben.

1976-1978 Berlin
Alljährlich von den LAZ Frauen organisiert, entwickelt sich das Pfingsttreffen langsam zur Tradition. Ein ständiger Schwerpunkt war das Thema ‚Lesben in der Frauenbewegung'.

1979 Münster
Weil die Berliner Lesben nicht immer alleine zuständig sein wollten, wurde dieses Treffen von den Homosexuellen Frauen Münster (HFM) organisiert. Es fand unter dem Motto ‚Power in der Provinz' in den Räumen der katholischen Hochschulgemeinde statt.

1980 Spielberg bei Karlsruhe
Über Strategien der Lesbenbewegung und andere Themen diskutierten rund 500 Lesben.

1981 Berlin
Unter dem Motto ‚Lesbenwende - Lesbenwände - Lesbenende?' trafen sich wieder viele Lesben in Berlin.

1982 und 1984
fielen die Treffen aus, weil sich keine Organisatorinnen fanden.

1983 Osnabrück
Am Stadtrand von Osnabrück veranstalteten 1000 Lesben ein großes lesbisches Zeltdorf.

1985 Hamburg
Auf Einladung von Frauen aus dem AstA von Universität und HWP sowie des Lesbenrings wurde in der Hochschule für Wirtschaft und Politik getagt.

1986 München
‚Lust auf München - Lesbenglühn' hieß es für 900 Lesben.

1987 Hamburg
Unter dem Motto ‚Mehr Biß in die Bewegung' fanden sich etwa 1200 Lesben in der Hochschule für Wirtschaft und Politik zusammen.

1988 Münster
Das zweite Mal ‚Power in der Provinz' setzte 1200 Lesben in Bewegung.
1989 Frankfurt
Vom Frankfurter Treffen existiert eine wunderbare Dokumentation, deren Rückblick auf die Tradition der Lesbenpfingsttreffen sehr spannend ist.

1990 Tübingen
Unter dem Motto ‚leidenschaftlich leben' verschönten zahllose Lesben die schwäbische Kleinstadtidylle.

1991 Mönchengladbach
Motto ‚Lesbisch - na und?'

1992 Bremen
Namensänderung von "Lesbenpfingsttreffen" zu "Lesbenfrühling".

1993 Freiburg
Das Abgrenzen nach innen und außen bildete diesen Jahr den Schwerpunkt: ‚Nieder mit den Mauern - Grenzenlos lesbisch?'

1994 Heidelberg
Die Heidelberger Lesben waren die heldenhaften Retterinnen der Lesben aus Hamburg, die eigentlich schon in diesem Jahr den Lesbenfrühling vorbereiten wollten.

1995 Hamburg
Stände auf der grünen Wiese im Regen und das Motto ‚Coming home - agree to differ' prägten in diesem Jahr das LFT.

1996 München
‚Und sie bewegt sich doch!' war das Motto der Münchnerinnen und 5000 Lesben folgten.

1997 Stuttgart
‚Kommerz und Solidarität' bewegte hier die Lesbenherzen und -köpfe.

1998 Freiburg
Zum zweiten Mal stellten die Freiburgerinnen erfolgreich das Frühlingstreffen auf die Beine. Diesmal unter dem Motto ‚Lesben und Lesben lassen'.

1999 Köln
Zum ersten Mal stellten die Kölnerinnen das Treffen auf die Beine. Unter dem Motto ‚Das ist doch der Gipfel' feierten 4000 Lesben in der Südstadt den Lesbenfrühling.

2000 Bochum
‚lestopia - alles queer oder wat?' Dieses Motto zog rund 2000 Frauen ins Ruhrgebiet.

2001 Rostock
Motto ‚Ost - West [k]ein Thema unter Lesben'

2002 Hannover
‚Türen öffnen'

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